Mittwoch, 21. November 2012

Das Platzhirschverhalten....

Es gibt bestimmte Verhaltensmerkmale bei neu zusammenkommenden Menschen, die sich erst mit der Zeit herauskristallisieren. Am Anfang der Kennenlernphase ist jeder damit beschäftigt, sich von seiner Schokoladenseite zu zeigen. Koste es was es wolle. Später aber, wenn sich die ersten Grüppchen gefunden haben, wird die eine oder andere Schmutzwäsche gewaschen, natürlich im Geheimen.  Unter den Zusammenschlüssen gibt es die Neutralen (man weiß gar nicht, ob sie überhaupt da sind), die "Ich will es jedem recht machen-Gruppe" und dann gibt es da noch die Platzhirsche, die vorallem unter den Männern vorkommen.
Platzhirsche sind ursprünglich Hirsche, die ihr Revier verteidigen, vor allem in der Paarungszeit. Kommt ein männlicher Konkurrent um die Ecke, wird der Kampf mit deren Geweih ausgefochten, bis einer aufgibt oder nicht mehr kämpfen kann.

Nur braucht man im 21.Jahrhundert nicht mehr in den Wald zu gehen, um solch ein Alphatier-Verhalten zu beobachten. Der Platzhirsch von heute schaut Sky, trinkt Bier und benutzt Haarspray. Kämpfe werden nur mit intellektuellen Diskussionen ausgefochten, in denen die Größe der eigenen Genitalien miteinander verglichen werden und Sätze wie "Ey, wenn du mir blöd kommst, komm ich dir auch blöd!" oder "Willst du mich verarschen!" das Gegenüber zum Nachdenken animieren sollen.
Hier hat dann nur derjenige gewonnen, der am schnellsten die sogenannten"Diss-Sätze" rausdrescht, sodass der Andere mit offenem Mund einfach nur noch doof dreinschaut.
Welches Revier sie hierbei verteidigen weiß keiner und ich glaube unsere modernen Hirsche wissen das selbst auch nicht so genau, hauptsache eins auf dicke Hosen machen!

Leider konnte ich bis jetzt nicht herausfinden, was die Pakete down under damit zu tun haben (vielleicht sind sie ein Ersatz für das nicht vorhandene Geweih ...), das muss ich noch ein bisschen genauer untersuchen, aber der nächste Post kommt bestimmt.


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Das Verständigunsgproblem....

Es gibt Männer, die davon überzeugt sind echte Frauenversteher zu sein, oder glauben es jedenfalls. Sie meinen jede weibliche Gestik oder Mimik deuten zu können und wissen über jene typischen Verhaltensweisen bescheid, die "eine Frau eben zu einer Frau machen", so ein selbsternannter "Womennator". Zum Beispiel die ewig dauernde Schminkerei, das "Ich habe nichts zum Anziehen-Drama" und der Klassiker unter den Fragen "Schatz, habe ich einen dicken Arsch??".
Natürlich gibt es Momente, wo Frau etwas durchdreht und für männliches Kopfschütteln sorgt, wie bei mir und meiner Schuh-Obsession aber darum ist noch lange nicht das Geheimnis um die Venus gelüftet (so leicht machen wir es euch nicht meine Herren!).
Ich weiß zwar nicht, wie Männer darauf kommen, dass Frisuren und Schuhe auf Charaktereigenschaften und Sexualverhalten der Damen hinweisen sollen und ich weiß auch nicht woher sie ihre Infos bekommen aber Fantasie haben sie auf jeden Fall. Die Frage nach der Verständigung beschäftigt nicht nur mich sondern auch meine Freundin, die ihren Kerl in die Wüste geschickt hat, eben wegen diesem "Verständigungsproblemen" (sie ist nicht so der Typ für eine offene Beziehung, doch das wusste er nicht...).
Wann haben wir angefangen uns nicht mehr zu verstehen? Es existieren ca. 6500 Sprachen auf der Welt, doch wir schaffen es nicht einmal unseren Männern klarzumachen, dass Schmutzwäsche in die Waschmaschine gehört und nicht unter das Bett! Was ist also nötig, um die Akte "Eva" ein für alle Mal zu schließen?

Liebe Herren und zukünftige Frauenflüsterer: Gott, Mutter Natur oder das Universum (sucht euch was aus) hat euch Ohren gegeben. Bitte benutzt diese, sonst wird euch das Gelabere eurer Liebsten auch in Zukunft spanisch vorkommen.

PS: Der selbsternannter "Womennator" ist übrigens Single und das seit drei Jahren......




Sonntag, 14. Oktober 2012

Pläne über Pläne....

Unser Alltag wird mit Plänen bestimmt. Donnerstag Mittagessen mit der Freundin, Freitag lernen für die Klausur und Samstag das Date mit einem möglichen Mr. Right. Alles wir bis ins Kleinste geplant, manche Frau weiß sogar ganz genau welche Unterwäsche sie am welchen Tag anzieht!
Dann gibt es aber auch Vorhaben die weiter reichen, wie z.B. wann es Zeit für eine Heirat oder für ein Baby ist.
Pläne sind gedankliche Terminkalender: Man schreibt einen Termin rein, passt seinen Tagesablauf dem entsprechend an und verpasst ihn dann doch noch. "Orientierung ist alles! Eine Frau muss wissen was sie vom Leben erwartet.", bläute meine Freundin mir ein, als wir mit Martinis über die Zukunft debattierten. Sie möchte mit 25 heiraten, mit 28 ein Baby und mit 30 ein eigenes Café eröffnen (sie selbst ist erst 20) und ich weiß nicht einmal was ich morgen kochen soll. Ich war schon immer der Meinung, dass Pläne letztendlich doch noch über den Haufen geschmissen werden, weil das ganze Leben im ständigem Wandel ist und ich ehrlich gesagt froh bin, wenn ich einen Tag nach dem anderen erfolgreich gemeistert habe. Klar muss Frau irgendwann wissen wo sie hin will aber, kommt das denn nicht irgendwann von alleine?? Und wo ist verdammt nochmal die Spontanität geblieben?? Es gab doch mal Zeiten, in denen nur mit dem Wort "irgendwann" über die Zukunft geschwafelt wurde und das war auch gut so. Ich jedenfalls habe keine Ahnung, ob ich mal heiraten will oder kleinere Sinoschs in die Welt setzen möchte. Was ich aber jetzt weiß ist, dass ich morgen Kartoffelgratin machen werde und das reicht fürs Erste.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Wieder von 0....

Ab jetzt heißt es wieder büffeln, verzweifeln und noch mehr büffeln. Mein Journalismus-Studium hat begonnen und ich bin schon sehr gespannt, was mich so alles erwartet. Es ist so als würde ich wieder von 0 anfangen, wie am aller ersten Schultag (fehlt nur noch die Schultüte) als ich in meinem rosa Kleidchen und mit meinem zu großen Schulranzen (ich war damals noch kleiner...) in der ersten Reihe saß und mit erwartungsvollen Glubschaugen meine Lehrerin ansah.
Den Neustart-Knopf drückt der Mensch immer wieder mal, denn für viele steht sie für ein neues Leben. Das kann der Fall sein, wenn man in ein anderes Land zieht, den Freundeskreis oder Beruf ändert oder eine schmerzliche Trennung hinter sich hat wie meine Freundin. Nach vier langen Jahren und 6 Kilo mehr auf den Rippen (sie sieht trotzdem fabelhaft aus!!) schickte sie ihren Freund in die Wüste. Danach schwor sie sich erst mal keine Beziehung mehr anzufangen, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren und ihr Beziehungsspeck loszuwerden. Sie wollte von 0 anfangen und ihn hinter sich lassen aber ist das wirklich so leicht?? All die Erfahrungen und Gefühle, die wir die Jahre ansammeln sollen so schnell futsch sein, nur weil wir neu booten?? Und erkenne ich den Unterschied zwischen wirklichem vergessen und unbewusstem verdrängen?? Ich bin davon überzeugt, dass es irgendwo in unserer seelischen Festplatte einen kleinen Speicher gibt, auf dem all die Dinge landen, von denen wir überzeugt sind sie hinter uns gelassen zu haben, denn alles Erlebte egal ob schön oder schlecht hinterlässt Spuren. Was meine Freundin angeht: Nach der Trennungsverarbeitungs-Therapie bei Frau Dr. Sinosch, welches 2 Jahre dauerte, hatte sie endlich akzeptiert, dass der Kerl ein Arschloch war und dass sie von nun an wählerischer sein wird, was ihre Partnerwahl anbelangt. Verdammt, ich sollte Geld dafür verlangen.....

Sonntag, 23. September 2012

Bodrum meets Sinosch...

 Ja Ja ich weiß,es ist Wochen, nein Monate her, dass ich hier kreativ wurde aber nun bin ich erfrischt und erholt von meinem Urlaub (den ich ein bisschen verlängert habe) zurück. Ganze 14 Tage lungerte ich an den Stränden, Märkten und Schuhläden Bodrums, auf der Suche nach neuen Dingen. Hatte ich erst einmal das Objekt meiner Begierde gefunden, feilschte ich knallhart, denn Bodrum ist nichts für schwache Geldbeutel.
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Long Street
Schuhe müssen sein!
Die "Long Street" auch "Cumhuriyet Caddesi" genannt ist eine km-lange Straße an der sich Bars, Clubs und Einkaufsläden aneinanderreihen. Man kann also seine Cocktails schlürfen und danach ganz gemütlich Schuhe kaufen gehen und das bis 2 Uhr morgens (sowas nenne ich Himmel!!). Was mir an Bodrums Nachtleben besonders gefiel?? Die Bars dort sind alle mit großen Tanzflächen ausgestattet, auf denen man seine Hüften zu allen Songs schwingen lassen kann und das ganze ohne Eintritt. Lediglich für das "kühle Nass" musste man blechen aber nur, wenn man überhaupt etwas trinken wollte. Inmitten der "Long Street" gab es auch die sogenannte "Kneipenstraße", wo man sich zu lauter Rockmusik ein Bierchen genehmigen kann, falls Frau oder Mann überhaupt ein Platz findet, denn die Meile ist sehr schmal und immer überfüllt. Nachdem ich Cocktails geschlürft, getanzt und meinen Schuhkonsum ( fürs Erste) gestillt hatte, wollte ich auch das Meer erobern, also ging ich tauchen. Doch bevor Sinosch den Fischen die Flosse schüttelte, musste sie sich in einen Taucheranzug zwingen und das ist nicht gerade einfach. Nach dieser Tortur kann ich eigentlich verstehen, warum sich Mariah Carey in ihre Kleider einnähen lässt. Danach hatte ich das Problem, dass ich einfach nicht unterging (Fett schwimmt oben, ich weiß!!!) sondern an der Meeresoberfläche blieb. Deswegen musste man an mir mehr Gewicht dranhängen, was aber dann doch zu viel war, weil ich regelrecht am Meeresboden kroch statt zu schwimmen. Nichtsdestotrotz und weil ich auch weiß, dass ich meinen Tauchlehrer, der sich das Ganze antun musste, nie wieder sehen werde, war es eine schöne Erfahrung. Nach diesen zwei erlebnisreichen Wochen, bleibt mir nur eines zu sagen: I´LL BE BACK!!!!